Erdbeeren – Anbau

Erdbeeren-AnbauDer Erdbeer-Anbau auf unserem Hof

Unsere Erdbeeren werden jeden Tag früh morgens frisch für Sie auf unseren Feldern gepflückt. Dies garantiert jeden Tag 100%ig frische Ware. Angebaut werden bei uns ausschließlich geschmackvolle und aromatische Sorten, die eine fruchtige Süße bis in den Herbst gewährleisten.

Produziert werden unsere Erdbeeren nach den Richtlinien der integrierten Landwirtschaft. Unsere Erdbeerpflanzen sind sehr ertragreich, besonders gut im Geschmack und sehr widerstandsfähig.

Übrigens: Wussten Sie, dass die Erdbeere zu den beliebtesten Obstsorten Deutschlands gehört? Jeder kennt sie und über 90% der Bevölkerung mögen sie.

Anbau von Erdbeeren – Wie wachsen Erdbeeren auf dem Feld?

Ein Erdbeerfeld soweit das Auge reicht – für Erdbeerfans gibt es kein schöneres Bild. Doch vor dem Genuss sind bei Anbau und Ernte verschiedene Faktoren wichtig.

Die Erdbeerpflanze ist winterfest, aber empfindlich gegen Austrocknung in rauen, windigen oder allzu heißen Lagen. Erdbeeren verlangen einen tiefgründigen, humosen Lehmboden beziehungsweise lehmigen Sandboden. Der sollte gut mit Nährstoffen versorgt sein, einen ausreichenden Humusgehalt aufweisen und durchlässig sein.

Erdbeeranbau ist aufwendig

Erdbeeren werden als landwirtschaftliche Kulturpflanze großflächig und weitgehend mit Maschineneinsatz angebaut. Dennoch verbleibt ein vergleichsweise hoher Anteil an Handarbeit. Sie können in Flachkultur oder auf Dämmen angebaut werden, letzteres mindert den Krankheitsdruck durch Wurzelkrankheiten. Meist werden auf einem Damm zwei Reihen gepflanzt.

Zur Pflanzung bereitet der Landwirt einen tiefgründig gelockerten und vor allem unkrautfreien Boden vor, auf dem er Pflanzreihen von bis zu 50 m Länge anlegt. Es werden entweder Grünpflanzen oder Frigopflanzen gesetzt, letztere sind laublos und bis kurz vor der Pflanzung eingefroren. Je nach Pflanzsystem, Maschinenpark und Wüchsigkeit der gepflanzten Erdbeersorte wird ein Reihenabstand von gut 1 m und ein Abstand in der Reihe von 20-35 cm gewählt. Ein Erdbeerfeld wird ein oder meist zwei Jahre beerntet, dann steigt der Krankheitsdruck der Pflanzen und die Fruchtqualität nimmt ab. Zur Vermeidung von Krankheiten ist es erst drei bis vier Jahre später sinnvoll auf dem gleichen Feld wieder Erdbeeren anzubauen.

Schutzmaßnahmen im Jahresverlauf

Der Landwirt schützt Boden und Pflanzen mit verschiedenen Auflagen. Eine Strohauflage kurz nach der Vollblüte dämmt Konkurrenzpflanzen ein, schützt die reifenden Früchte vor Verunreinigung und hält den Boden feuchter. Ein vergleichbarer Schutz gelingt mit Mulchfolie oder Mulchmatten. Das „Pflanzen auf Folie“ erfordert eine spezielle, zusätzliche Pflanzenbewässerung.

Wichtige Pflegemaßnahmen auf dem Feld sind zum Beispiel Hacken gegen Unkräuter, ausreichendes Wässern der Pflanzen besonders in der Anwachsphase nach dem Pflanzen sowie ausreichender Winterschutz vor allem gegen winterliches Austrocknen.

Düngung von Erdbeerfeldern

Am besten können Erdbeeren ihren Nährstoffbedarf auf schwach sauren Böden decken, bei pH-Werten von 5,5 bis 6,5. Sauer wirkende mineralische Dünger sind gut geeignet, da sie die Aufnahme der Spurenelemente verbessern. Eine Grundversorgung des Bodens kann bereits durch Gründüngung erreicht werden. Stickstoffmangel führt zu gedrungenen Pflanzen und gelben Blättern. Fehlende Ausläufer, Blüten und Früchte sind ebenfalls ein Hinweis auf Nährstoffdefizite.

Steuerung der Erdbeerernte mit Hilfe von Folie und Vlies

Um einen möglichst frühen Erntetermin zu erreichen, pflanzt der Landwirt früh reifende Sorten und überzieht die Pflanzreihen mit einem Vlies. Die Wärme, die darunter entsteht, lässt die Erdbeeren schneller wachsen und ihre Früchte besser reifen. Für eine späte Ernte, sorgen spät reifende Sorten.

Auch mit der Farbe der Folie kann die Entwicklung der Erdbeeren gesteuert werden: Schwarze Folie speichert die Wärme und fördert die Entwicklung der Pflanzen, weiße Folie reflektiert die Wärme. Inzwischen gibt es auch mancherorts durch Abwärme beheizte Folientunnel, in denen die Erdbeeren früher reifen.

Die Erdbeerernte ist mühsame Handarbeit

Eine reife Erdbeere ist voll ausgefärbt und ohne weißgelben Rand. Nur in diesem Zustand entwickelt sie ihr volles Aroma. Gepflückt wird mit den grünen Kelchblättern und einem Stück Stiel, um das „Auslaufen“ von Saft und den vorzeitigen Verderb zu verhindern.

Die Ernte beginnt früh morgens und am besten bei Trockenheit, denn nasse Früchte verlieren ihr Aroma schnell. Die Ernte endet spätestens mit der Mittagshitze, die den empfindlichen Früchten schadet. Geerntet wird per Hand und meist von vielen Arbeitskräften. Es gibt aber auch Felder für Selbstpflücker, vor allem gegen Saisonende. Reife Früchte gibt es meist von Anfang Mai bis Ende Juli je nach Witterungsverlauf. Die empfindlichen Erdbeeren müssen rasch in den Handel oder nach Hause gebracht und am besten frisch gegessen werden oder sie sollten kühl und luftig lagern.

Standort, Sortenwahl und Fruchtfolge

Im Anbau von Erdbeeren kommt es auf die richtige Sortenwahl, Standortwahl und Fruchtfolge an. Die Flächen müssen den passenden Boden, das passende Kleinklima und eine entsprechende Umgebung aufweisen. Die Nähe von Wald kann zu Problemen mit dem Erdbeerstecher führen, Wiesen in der Nachbarschaft erhöhen das Risiko von Drahtwürmern. Die Erdbeersorte wird dem Standort entsprechend gewählt. Bei der Fruchtfolge wird auf einen häufigen Flächenwechsel geachtet, um den Krankheitsdruck der Pflanzen gering zu halten.

Remontierende Sorten

Bei diesem Typ Erdbeerpflanzen handelt es sich um sogenannte „immertragende“ Sorten. Anders als bei den einmaltragenden „Som­mer“-Sorten, können diese Pflanzen sofern Licht und Temperaturen stimmen, über das ganze Jahr hinweg Blüten induzieren. Sie ermöglichen damit einen fast ganzjährigen Erdbeeranbau.